17.09.2010
Einige Bauherren und Hauskäufer schielen nur auf die günstigsten Zinssätze, schließen kurze Zinsbindungszeiten ab und Vertrauen auf ihr Glück, dass sie eine Anschlussfinanzierung mit weiterhin günstigen Zinssätzen bekommen. Für einige geht das risikoreiche agieren gut, vor allem dann, wenn sie sich rechtzeitig um die Anschlussfinanzierung kümmern. Andere haben Pech und müssen mit einem höheren Nominalzins weiterfinanzieren. Häufig kommt es dann zu einer steigenden monatlichen Rate. In Zeiten, wo der Kreditnehmer günstige Bauzinsen bekommen kann, sollte er seine Tilgung erhöhen beziehungsweise Sonderzahlungsmöglichkeiten nutzen. Eine andere Variante ist der Abschluss eines Bausparvertrages. Bei Zuteilung kann der Bausparkunde seine Finanzierung mit einem Bauspardarlehen ablösen, für welches der Zinssatz bereits bei Abschluss des Bausparvertrages feststeht.
In Zeiten günstiger Zinssätze fährt der Kunde am besten, der seine Zinsbindung so wählt, dass bei Auslauf der Zinsbindungszeit das aufgenommene Darlehen komplett zurückgezahlt ist. So entfällt für ihn jegliches Zinsänderungsrisiko und er weiß von der ersten bis zur letzten Rate was auf ihn zukommt. Leider ist das nicht jedem Kunden möglich. Mittels eines Forward-Darlehns kann sich der Kunde häufig bis zu fünf Jahren im Voraus günstige Zinssätze sichern. Manchmal geht das sogar ohne Zuschläge auf den aktuellen Zinssatz, manchmal muss der Kunde einen Zuschlag pro Monat der Wartezeit bezahlen, wobei die ersten sechs bis zwölf Monate zuschlagsfrei sind.
Hat der Kunde bei Zinsauslauf ein Restdarlehen abzuzahlen, so muss er nicht zwangsläufig eine Anschlussfinanzierung bei dem bisherigen Kreditinstitut abschließen. Nach Ende der Zinsbindungszeit ist der Kreditnehmer völlig frei und kann dort weiterfinanzieren, wo ihm das beste Angebot unterbreitet wird. Die eingetragenen Grundschulden zur Sicherheit für den Kredit kann das erste Kreditinstitut an die neue Bank oder Sparkasse zu geringen Kosten abtreten.